Die Talsohle ist durchschritten
Überhöhte Erwartungen und falsche Zielvorstellungen zählen zu den größten Erfolgskillern im Wissensmanagement – und führten in der Vergangenheit häufig zum Scheitern viel versprechender Projekte. Doch nach den Jahren der Ernüchterung gewinnt Wissensmanagement nun wieder zunehmend an Aktualität und trifft in den Unternehmen auf reges Interesse. Das ist das Ergebnis der Studie „Wissens-Management – Lehren aus 20 Jahren Erfahrung“, durchgeführt von iKnowledge, Wissens-Management.CH und siebers&partners. Der Erhebung zufolge wollen zahlreiche Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre mit einem aktiven Wissensmanagement beginnen oder zumindest die Entwicklung dieser Managementdisziplin im Auge behalten. Derzeit ziehen sie die verfügbaren Methoden und Werkzeuge bereits als Ergänzung zu technologiebasierten Ansätzen hinzu. So ergänzen sie beispielsweise die Informationsverwaltung im Customer Relationship Management vermehrt durch ein Customer Knowledge Management.
Gleichwohl ist die Thematik noch nicht breit akzeptiert: Die größten Herausforderungen für ein aktives Wissensmanagement scheinen nach wie vor die Verankerung im Geschäftsalltag und in der Organisationskultur zu sein. Aber auch die Rechtfertigung der Aufwendungen mittels adäquater Erfolgsmessungen und daraus abgeleitete Nutzendarstellungen stehen einem flächendeckenden Einsatz entgegen. Diejenigen Organisationen, die ein aktives Wissensmanagement betreiben, fokussieren vor allem auf effizienz- und qualitätssteigernde Maßnahmen. Wissenskultur fördernde Aktivitäten kommen hingegen weniger häufig zum Einsatz. Unterschätzt wird in dieser Hinsicht die Wirkung der Integration von Wissensmanagement in bestehende Geschäftsprozesse.
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